Basel günstig erleben, Sightseeing, günstig

Basel günstig erleben ist möglich. Wir haben recherchiert und ein paar coole Tipps zusammengestellt, die erst noch das Budget schonen. 

Basels Wolkenkratzer: Spektakuläre Türme

Mit 178 Metern ist der Roche-Turm (Bau 1) der höchste Wolkenkratzer der Schweiz. Er kann an jedem Samstag gratis besichtigt werden. Die geführten Touren dauern eine Stunde und sind deutsch oder englisch, für Gruppen auf Wunsch auch französisch. Das Mindestalter für Besucherinnen und Besucher beträgt sieben Jahre, die Anmeldung ist online vier Monate im voraus möglich.
Ein anderer hoher Turm in Basel ist der Messeturm. Die Bar Rouge auf der obersten Etage bietet ein reiches Abendprogramm; manchmal ist der Eintritt frei. Snacks und Drinks freilich nicht.
Anfahrt Roche-Turm: Bushaltestelle Hoffmann-La Roche, Bus 31 oder 38 ab Schifflände.
www.roche.ch/standorte/basel-hq/services/basel-guided-tours-building1.htm
www.barrouge.ch/de

Basel blüht gratis: Parks und Gärten

Der botanische Garten der Universität Basel wurde 1589 angelegt, er ist der älteste der Schweiz. In Gewächs- und Tropenhäusern sowie im Freien zeigt er unter anderem Pflanzen aus der Alpenwelt, Orchideen und zum Beispiel eine Wüstenpflanze, die sich als Kieselstein tarnt. Wenn nicht gerade der Titanwurz blüht, ist der Eintritt frei. Am Stadtrand liegen die Meriangärten, die täglich von 8 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet sind. Der Eintritt ist frei, und an jedem ersten Sonntag des Monats gibt es eine kostenlose Führung. Zu den Gärten gehört das Mühlenmuseum und ein Café in der Villa Merian. Von den Meriangärten geht es nahtlos über in den Park im Grünen mit Teichen und einem Restaurant.
Auch die städtischen Parks laden zu Spaziergängen, Spielen oder zur Pause ein: Schützenmattpark, Kannenfeldpark oder St. Johanns-Park direkt am Rhein.
Anfahrt Botanischer Garten: Tram 3 bis Spalentor.
https://botgarten.unibas.ch
www.meriangärten.ch

Gratis unterwegs: Privileg für Hotelgäste

Wer in einem Basler Hotel übernachtet, erhält ohne Zusatzkosten eine Gästekarte, die Basel Card. Die hat es in sich: Mit ihr können Trams, Busse und Linienschiffe gratis benutzt werden. Zum weiteren Angebot gehören 17 WiFi-Hotspots in der Stadt sowie eine Reihe von Eintritten zum halben Preis: Basler Zoo, Museen, Theater Basel, eine Stadtrundfahrt und Führungen in deutscher oder englischer Sprache.
www.basel.com/de/BaselCard

Günstiger als man denkt: Die Basler Zoos

Im Basler Zoo kostet der Eintritt (ohne Basel Card) 21 Franken, für eine Familie 43 Franken. Je länger man im Zoo bleibt, desto günstiger wird das Vergnügen. Die Anlage lockt mit verschlungenen Wegen und Tieren von A wie Affen bis Z wie Zebras. Zehn Tierhäuser gehören dazu, schlechtes Wetter macht sie noch attraktiver. Gratis ist der Eintritt in den Basler Zoo nur am Tag zu Ehren des Gönners Johannes Beck: Dann ist der Zoo von 16 bis 22 Uhr für alle offen.
Im Tierpark Lange Erlen ist der Eintritt gratis. Er zeigt eine grosse Vielfalt von kleinen Tieren. Und er liegt in Basels grösstem Landschaftspark, im Landschaftspark Lange Erlen oder Wiese – gross genug, um hier den Tag zu verbringen. Die Wiese ist übrigens kein Feld, sondern der Name eines Flusses.
Anfahrt Basler Zoo: Tram 10 oder 17 bis zur Haltestelle Zoo.
www.zoobasel.ch
www.erlen-verein.ch

Rot und vergoldet: Das Basler Rathaus

Das Basler Rathaus fällt auf und dient bei unzähligen Selfies als Kulisse. Sonnenschein bringt die rote Fassade zum Leuchten und die goldenen Verzierungen auf dem Dach zum Glänzen. Der Eingangsbereich des Rathauses ist während der Öffnungszeiten frei zugänglich. Gebaut wurde das Rathaus ab 1504, nach dem Beitritt Basels zur schweizerischen Eidgenossenschaft. Die Ratssitzungen sind öffentlich und für Besucher zugänglich, wobei sich Gruppen vorher anmelden müssen.
www.staatskanzlei.bs.ch/rathaus/geschichte-besuch.html

Die Kirchen: Turmbesteigung, Konzerte und Apéro

Das Basler Münster auf dem Münsterhügel ist die markanteste Kirche der Stadt. Das Gebäude besteht aus rotem Vogesensandstein, farbenfrohen Dachziegeln und zwei schlanken Türmen. Münster, Kreuzgang und Krypta können gratis besucht werden. Die Turmbesteigung kostet fünf Franken.
Alle Gottesdienste in den Basler Kirchen sind gratis, für einige der vielen Konzerte ist kein Ticket nötig. Nach dem Mitenand-Gottesdienst in der Matthäuskirche gibt es einen kostenlosen Apéro (Sonntag, 18 Uhr).
https://www.baslermuenster.ch/kirchliches-leben/musik/music-meets-muenster
https://www.erk-bs.ch
https://www.rkk-bs.ch

Fasnacht & Co.: Kostenlose Grossveranstaltungen

Die Basler Fasnacht ist die grösste der Schweiz und beginnt jeweils am Montag nach Aschermittwoch um 4 Uhr morgens. Das farbenprächtige und laute Spektakel dauert genau 72 Stunden. Weil das Gelände nicht abgesperrt ist, kann die Fasnacht frei besucht werden. Aber wer das Eintrittsgeld sparen will und keine Plakette trägt, muss damit rechnen, von aufgebrachten Fasnächtlern bestraft zu werden…
Kein Risiko geht man bei ausdrücklich kostenlosen Grossanlässen ein, zum Beispiel bei Konzerten wie «Em Bebbi sy Jazz» (16.8.2019), «Europäisches Jugendchorfestival» (Mai 2020), «Summerblues» (28.6.2019), «Pärkli Jam» (Juni 2019) oder die Bundesfeier am Rhein, immer am 31. Juli.
www.fasnachts-comite.ch

Günstige Museen: Happy Hour und Happy Day

Basel ist eine Museumsstadt mit einem grossen und breiten Angebot. Doch die vielen Eintritte gehen ins Geld. Ein Teil der Museen bietet eine Happy Hour: Die letzte Stunde ist gratis. Manche Museen können am ersten Sonntag im Monat gratis besucht werden. Dieses Angebot gilt beispielsweise für die Historischen Museen, das Kunstmuseum, das Naturhistorische Museum und das Museum der Kulturen.
www.museenbasel.ch/de/happyhour-happyday.php

Lebendige Stadt: Viel los für wenig Geld

Die Stadt selber bietet vieles, das nichts kostet. Freunde der Architektur können eine ganze Reihe von aussergewöhnlichen Gebäuden bewundern: Messehallen von Herzog und de Meuron, Messeturm von Morger und Degelo, BIZ-Gebäude von Mario Botta, White Plaza / Euregio Geschäftshaus von Richard Meier, Südpark und Meret-Oppenheim-Hochhaus, beide von von HdM.
Selbstverständlich kostet es auch nichts, Basel zu Fuss zu erkunden. Besonders schön ist die Altstadt auf dem Münsterhügel und am Spalenberg / Gemsberg sowie das Rheinufer auf der Nordostseite des Rheins. Unvergesslich ist es, sich ins Badekleid zu stürzen und sich im Rhein durch die Stadt treiben zu lassen. Weil der Rhein nicht ungefährlich ist, gelten für Rheinschwimmer Sicherheitsregeln. Das offizielle Rheinschwimmen findet am 13. August 2019 statt und ist gratis.
www.polizei.bs.ch/verkehr/rhein/schwimmen-im-rhein.html

Günstig einkaufen: Floh- und andere Märkte

Shopping muss nicht teuer sein. Flohmärkte bieten viel Unterhaltung und verkaufen Secondhand-Kleidung, Bücher, Antiquitäten oder Dekorationen. Auch ohne Einkauf ist der Spass garantiert. Hier die wichtigsten Märkte:
Flohmarkt auf dem Petersplatz, Samstag, 7.30-16 Uhr
Flohmarkt auf dem Barfüsserplatz, am 2. und 4. Mittwoch des Monats, 7-19 Uhr
Markt auf dem Marktplatz, täglich 7-14 Uhr, Freitag und Samstag 7-18 Uhr
Markt auf dem Matthäusplatz, Samstag, 8-13 Uhr
Weihnachtsmarkt jeweils im Dezember

Free Walking Tours und Gratis-Führungen

Ein Dutzend engagierte Frauen bieten Führungen durch Basel an, in mehreren Sprachen. Jede Tour hat ein Thema: Altstadt, Kleinbasel, Geschichte, Kunst. Einen festen Preis gibt es nicht, nach der Tour wird gesammelt.
Basel Tourismus bietet fünf Touren an, die man selber machen kann. Die Erklärungen finden sich per Audioguide in einer App, die kostenlos heruntergeladen werden kann. Die App gibts unter iTour Basel und enthält Themen wie Erasmus, Paracelsus oder Holbein.
Kostenlos sind die Führungen in der Synagoge, jeweils am ersten Sonntag des Monats um 15 Uhr.
www.freewalk.ch/basel/tours.php
www.basel.com/de/iTour-Basel-App

Autor: Walter Brunner für mycityshops.ch